Kommentar - Less German Angst, more German Avantgarde!

Aleph Alpha vor dem Aus?

"Deutschland hinkt in der KI-Entwicklung hinterher!" – so oder so ähnlich tönen die Schlagzeilen, seit bekannt wurde, dass Aleph Alpha, unser KI-Hoffnungsträger, vor Problemen steht (Quelle):

Technologische Rückstände, mangelnde Nachfrage, finanzielle Herausforderungen, langsame Fortschritte...

Weil Aleph Alpha zu kämpfen hat, steht es gleich um den ganzen Standort Deutschland schlecht in Sachen KI - das war ja unser einziges Einhorn, oder?

Oder?


German Angst und das ewige Schlechtreden

Kaum zeichnet sich eine technologische Revolution ab, verfällt Deutschland in kollektives Jammern. "Wir sind zu langsam, zu bürokratisch, zu risikoscheu!" schallt es aus allen Ecken. Die berüchtigte "German Angst". Experten warnen, Politiker geloben Besserung, und am Ende bleibt das Gefühl: Wir haben den Anschluss verloren.

Erstellt mit CoPilot

Ein zweiter Blick

Lasst uns einen genaueren Blick auf die deutsche KI-Szene werfen. Denn abseits der Schlagzeilen tut sich einiges:

  • Celonis aus München, Weltmarktführer im Process Mining, nutzt KI zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Mit über 3.000 Mitarbeitern und einer Bewertung von 13 Milliarden Dollar ist Celonis ein echtes Schwergewicht.

  • DeepL aus Köln fordert mit seiner KI-basierten Übersetzungstechnologie sogar Google heraus. Über 400 Mitarbeiter arbeiten hier an der Zukunft der Sprachverarbeitung.

  • Konux in München setzt KI für vorausschauende Wartung in der Bahnindustrie ein und hat bereits über 130 Millionen Dollar eingesammelt.

  • Merantix: Der KI-Inkubator aus Berlin hat schon mehrere erfolgreiche KI-Startups hervorgebracht, darunter Vara (KI für Brustkrebsfrüherkennung) und Cambrium (KI für Proteindesign).

  • Katulu: Dieses Berliner Startup entwickelt KI-gestützte Software für die Verwaltung und Analyse großer Datenmengen mittels Federated Learning.


Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben Forschungs-Hotspots auf dem Gebiet der KI:


Statt in Schwarzmalerei zu verfallen, sollten wir uns auf unsere Stärken besinnen:

  1. B2B und Industrie: Hier liegt Deutschlands wahre Stärke. Wir müssen nicht unbedingt das nächste ChatGPT entwickeln, um in der KI-Welt erfolgreich zu sein.

  2. Ethische KI: Deutschland kann Vorreiter für verantwortungsvolle KI-Entwicklung werden – ein Aspekt, der in Zukunft immer wichtiger wird.

  3. Bildung, Bildung, Bildung: heute die Innovatoren von morgen ausbilden!

Übrigens ist im gelobten Land der unbeschwerten Innovation (USA, Silicon Valley) auch nicht alles rosig:

Forbes hat herausgefunden, dass Perplexity bei der Datenbeschaffung Bezahlschranken umgeht. Im Interview mit Lex Friedman räumt der CEO Srinivas unverhohlen ein, ethisch und rechtlich fragwürdige Methoden einzusetzen (YouTube)

Suno und Udio flatterten Urheberrechtsklagen von den großen Musiklabels Warner, Sony und Universal ins Haus.

Fazit: Zeit für German AIvantgarde

Sollten wir mehr sein wie die Amerikaner? Nein! Definitiv nicht (gerade im Bezug auf die Praktiken einiger US-Unternehmen beim Datenschutz). Besonnenheit wird langfristig dazu führen, dass KI langfristig etabliert und damit wirtschaftlich wird. 

Oder um Andrulis von Aleph Alpha zu zitieren:

„Diese kreative Kraft, die wir in Deutschland haben, die müssen wir zuerst für Innovation nutzen, bevor wir uns immer überlegen, wie wir das mit der Compliance hinbekommen.“ 


#lessgermanangst  😟🠞💪

[Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Copilot und Claude recherchiert und geschrieben.]

Beliebte Posts aus diesem Blog

KI-Alltag - LLMs lokal hosten und nutzen

KI-Alltag - AnythingLLM: ein vielseitiges LLM-Tool mit Agents und RAG

KI-Alltag - LLMs lokal hosten - 1337!