Kommentar - Was für Zeiten!
Von DeepDream zu On-Device KI: Eine atemberaubende Reise
Erinnert ihr euch noch an die psychedelischen Bilder von Google's DeepDream? Es ist kaum zu glauben, dass das erst ein paar Jahre her ist. Damals staunten wir über Hunde-Augen in Wolken und fraktal-artige Strukturen in Alltagsfotos. Wer hätte gedacht, dass wir nur wenige Jahre später mit KIs chatten würden, als wären sie alte Freunde?
Der Sprung ins Rampenlicht
Ende 2022 wurde die Welt von ChatGPT überrascht. Plötzlich konnte jeder mit einer KI kommunizieren, die nicht nur Fragen beantwortete, sondern auch Geschichten schrieb, Gedichte verfasste und sogar bei der Programmierung half.
Vor rund 1,5 Jahren hatten wir keine KI, die für uns (Text)-Inhalte "auf Knopfdruck" erzeugte - und jetzt hat man sich schon so dran gewöhnt, dass man sich schon fast nicht mehr vorstellen kann, wie man ohne überhaupt zurecht kam. Wie krass ist das bitte? Und was sagt das über uns Menschen als "Gewohnheitstiere" aus?
Die Geschwindigkeit der Entwicklung
Was mich doch erstaunt, ist die schiere Geschwindigkeit dieser Entwicklungen. In meinem Post über Diagrammerkennung habe ich gezeigt, wie sich die Genauigkeit der KI-Modelle innerhalb eines einzigen Monats dramatisch verbessert hat.
Als Randnotiz hat vor 2 Monaten Microsoft verkündet, seine neuen Laptops mit dem Snapdragon X Prozessor auszustatten (Quelle). Auf den Laptops sollen dann, wie bei Apple auch kleine Sprachmodelle (SLM) und die Geräte haben Zugriff auf LLMs in der Azure Cloud (Quelle).
Das muss man sich mal bewusst machen: eine Technologie, die vor 1,5 Jahren "am Markt ist" (LLMs wurden zwar schon vor rund 25 Jahren, unter anderem von Prof. Sepp Hochreiter erfunden, und in den späten 0er Jahren von Google weiter entwickelt) krempelt auch den kompletten Hardware-Markt um (siehe auch die Nvidia-Aktie!).
Herausforderungen und Bedenken
Doch bei all der Begeisterung dürfen wir die Probleme nicht aus den Augen verlieren. In einem meiner Posts habe ich über den enormen Energieverbrauch von KI-Systemen berichtet. Ein einziges Training von GPT-3 verursachte 500 Tonnen CO2 – das entspricht 500 Transatlantikflügen!
Wir müssen uns fragen: Wie können wir diese leistungsfähigen Werkzeuge nutzen, ohne unseren Planeten zu überlasten? Die Ankündigung von SLMs (On-Device KI) könnte hier ein Schritt in die richtige Richtung sein.
Generative-KI auf Transformer-Basis werden wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein - vorhin erwähnter Prof. Hochreiter arbeitet schon an neuen Technologien, und andere wohl auch... (Quelle)
Blick in die Zukunft
Die KI-Entwicklung fordert uns heraus, neu zu denken – über Arbeit, Kreativität und was es bedeutet, menschlich zu sein. Lasst uns diese Reise gemeinsam fortsetzen, mit offenen Augen für die Chancen und wachsam gegenüber den Risiken.
Was denkt ihr? Wie wird KI euren Alltag in den nächsten Jahren verändern?
