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Es werden Posts vom 2024 angezeigt.

KI-Alltag: Claude MPC - Gamechanger?

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Ein neues Feature von Anthropic's Claude namens MCP könnte die Art und Weise revolutionieren, wie wir mit KI-Chatbots interagieren. MCP steht für "Model Context Protocol". Kurz: es soll ein Kommunikationsstandard für KIs und anderer Software werden, also wie das HTTP-Protokoll für Websites... Eine Beschreibung, was MCP ist gibt es hier . Ich habe diese Funktion heute ausprobiert. Man benötigt einen Pro-Account und die Desktop-Version von Claude. Nach der Installation der passenden API  konnte Claude auf einmal live im Internet surfen! Mithilfe des Befehls puppeteer_navigate gefolgt von einer URL konnte ich Claude anweisen, sich Informationen auf der betreffenden Website anzueignen. Innerhalb von Sekunden hatte der Bot die Kernpunkte der Seite erfasst und präsentierte mir eine kompakte Zusammenfassung. Besonders faszinierend: Ich konnte Claude auch instruieren auf Unterseiten der zu wechseln, um noch detailliertere Informationen zu spezifischen Themen abzurufen, ohne den ...

KI-Alltag: einfache "Agenten" mit Copilot Pro

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Das nervige am Prompten ist ja, dass man oft das gleiche wiederholen muss: Stelle dir vor du bist professioneller ... Du bist ein kreativer Maler, der ... Die eigenen Prompts suchen und wiederfinden ist, naja, eher ein Ding der der Unmöglichkeit. Der Copilot (Pro-Version) von Microsoft bietet aber hier eine interessante kleine Funktion: "Prompt Speichern". Diese Funktion erscheint, sobald man einen Prompt abgeschickt hat (kleines Fähnchen). Ein Menü erscheint, in dem man den Prompt nochmal verändern und Betiteln kann: Jeden gespeicherten Prompt kann man nun jederzeit über die Funktion "Prompts anzeigen" aufrufen: Im Prinzip kann man sich so einfache Agenten bauen, und muss diese nur noch für die aktuell geforderte Aufgabe anpassen.

Kommentar: KI und Verantwortung - die unsichtbare Linie

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Im Umgang mit KI, sei es bei einem komplexen Chat mit einem Sprachmodell (LLM) stellt sich die Frage: wie lange es sinnvoll ist, mit der KI zu interagieren – und wann man besser selbst die Kontrolle übernimmt (also selbst schreibt, programmiert, etc.).  Bei detaillierten Anfragen muss man der KI häufig viele Informationen geben, bevor sie die richtigen Schlüsse zieht. Aber ab welchem Punkt ist es produktiver, den Chat zu beenden und selbst weiterzuarbeiten? Spiele zum Nachdenken über Verantwortung Eine sehr anschauliche Dynamik findet sich im Spiel Paperclips . Darin beginnt der Spieler als KI, die Büroklammern herstellt – eine scheinbar harmlose Aufgabe, die sich bald zur unkontrollierten Optimierung ausweitet. Die KI nutzt sämtliche Ressourcen, um endlos Büroklammern zu produzieren. Der Witz: man spielt selbst die KI und klickt unaufhörlich auf Tasten um "noch mehr" zu produzieren. Dieses Spiel wirft einerseits Licht auf das Risiko von KI-Systemen, die unreflektiert optimie...

KI-Alltag: Zeitfresser im Alltag eliminieren

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Der Oktober ist bei uns traditioneller Messe-Monat. Die sind für Unternehmen enorm wichtig, aber die Vorbereitung kann oft mühsam und zeitraubend sein. Man kennt's: stundenlanges Durchforsten von Ausstellerverzeichnissen, Notizen machen und einen sinnvollen Besuchsplan erstellen - und das meist erst am Tag vor der Abreise, weil vorher andere Projekte noch schnell fertig werden müssen.  Während der Messe selbst kommt dann die nächste Herausforderung: Gespräche führen, Infos aufnehmen und alles irgendwie festhalten.  Genau hier kann Künstliche Intelligenz massiv unterstützen! Erstellt mit CoPilot Vorbereitung: Automatisierte Recherche und Planung Bei der Suche der interessanten Aussteller geht es schon los. Unübersichtliche Listen oder irgendwelche Apps, die man sich unbedingt noch herunterladen soll. Stattdessen: das Ausstellerverzeichnis einfach herunterladen, und in die KI hochladen. Ein kurzer Prompt hilft, sodass der Chatbot weiß, was er zu tun hat. Etwa so: Analysiere dies...

Kommentar: Warum die EU uns manchmal vor zu viel Innovation schützt

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Warum weniger manchmal mehr ist: KI-Regulierung in der EU Ihr kennt das: Die neueste KI-Funktion kommt raus, und was sehen wir? „Nicht verfügbar in der EU.“ Ja, super! Während die USA sich von Darth Vader das Wetter vorlesen lassen, müssen wir uns hier mit langweiligen Standard-Stimmen zufriedengeben. Aber bevor wir jetzt alle wütend auf die Regulierungsbehörden zeigen: Vielleicht hat das Ganze einen guten Grund – und vielleicht ist es gar nicht so schlimm, wenn wir nicht immer sofort die neueste Spielerei nutzen können. Ein Beispiel: Die neue Chat-Funktion mit realistischen Stimmen Nehmen wir die  neue Chat-Funktion  von OpenAI, die jetzt mit extrem realistischen Stimmen daherkommt. Die Technologie dahinter ist beeindruckend, keine Frage, aber ist das wirklich so harmlos? Was passiert, wenn diese extrem realistischen Stimmen in den falschen Händen landen? Plötzlich könnte jeder die Stimme deines Chefs oder eines Familienmitglieds fälschen, um vertrauliche Informationen zu ste...

Kommentar - Moderne Zeiten?

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Digitale Arbeit = Handarbeit ?! In der heutigen Arbeitswelt hat die Digitalisierung viele manuelle Prozesse ersetzt. Doch wenn wir genauer hinsehen, erkennen wir, dass viele digitale Aufgaben im "Büro-Alltag" immer noch sehr manuell sind.  Beispiel: Das Anhängen von Dateien an E-Mails Das Bearbeiten von Schriftarten oder setzen von Animationen in PowerPoint-Präsentationen  Die Erstellung von Grafiken oder Videos in  Das Ablegen und Verschlagworten in Datenbanken oder auf geteilten Laufwerken Das sind Beispiele für Tätigkeiten, die trotz ihrer digitalen Natur viel manuelle Arbeit erfordern. Erstellt mit CoPilot (Dall-E) Parallelen zur manuellen Arbeit Vergleichen wir diese digitalen Aufgaben mit der manuellen Arbeit in einer Schreinerei oder einem Bauernhof des 19. Jahrhunderts, sehen wir überraschende Parallelen.  Beide Arten von Arbeit erfordern Präzision, Wiederholung und Aufmerksamkeit zum Detail. Der Unterschied liegt lediglich in den Werkzeugen, die wir verwende...

KI-Alltag - Künstliche Intelligenz für (!) mehr Datenschutz!

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Datenschutz und KI - ist das nicht ein Widerspruch? Wenn man Datenschutz zusammen mit KI hört, geht es ja meistens darum, wie kritisch KI-Systeme, insbesondere LLMs, für den Datenschutz sind. Heute drehe ich den Spieß einmal um und zeige ein Beispiel, wie es umgekehrt laufen kann. Let me explain... Gleiche Datenbank - user-spezifischer Content Wie ihr aus dem letzten Post wisst, sind wir ins Warhammer 40k-Universum abgetaucht. Warhammer gibt es seit über 40 Jahren und da ist entsprechend einiges an "Lore" zusammen gekommen. Vieles davon ist ziemlich grim-dark - also alles andere als kindgerecht. Was also tun, wenn man junge Heranwachsende in das Universum einführen will, ohne sie zu traumatisieren? Hier kommen lokale LLMs mit RAG in's Spiel! Beispiel: Ich habe unser lokales LLM mit tausenden Seiten Inhalt sowie Websiten rund um Warhammer gefüttert. Nun stelle ich eine Frage  zu einem der wichtigsten Konflikte in diesem Universum:  Der Content ist jetzt alles andere als ki...

KI-Alltag - AnythingLLM: ein vielseitiges LLM-Tool mit Agents und RAG

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Die Sommermonate waren etwas weniger KI-lastig, deshalb habe ich die letzten Tage genutzt und wieder etwas Neues ausprobiert.  Wer meinen letzten Beitrag zu eigenen LLMs ( Link ) gelesen hat weiß, dass ich bereits ein lokales KI-System laufen hatte. Hatte? Jo, hatte. Zumindest vorübergehend. Einige Probleme mit der Hardware, einem Docker-System das zwischendurch installiert werden musste, und dann wieder alles neu installiert werden musste, hat mich dazu bewegt etwas neues auszuprobieren. Bei der Recherche zu Ollama stieß ich schon auf AnythingLLM. ich war gespannt darauf, dieses vielseitige LLM-Tool auf die Probe zu stellen. In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen mit der Installation und Nutzung von AnythingLLM auf einem Amazon Web Services (AWS) Server. Installation und Setup Die Installation von AnythingLLM auf einem AWS-Server erwies sich als spannende Herausforderung. Im Vergleich zu lokalen Lösungen wie Ollama oder LM Studio, die wir in früheren Artikeln behandelt habe...

KI-Alltag - LLMs lokal hosten - 1337!

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Lokale Installation von LLMs in 1337: benutzerfreundliche Methode mit OpenWebUI In einem früheren Beitrag habe ich eine Methode zur lokalen Installation von Large Language Models (LLMs) mit Python und LMStudio.ai vorgestellt. Heute möchte ich euch eine Variante präsentieren, die Linux, Ollama und OpenWebUI nutzt - also absolut 1337 🤓 Vorteile dieser Methode Integrierte Benutzeroberfläche mit OpenWebUI  Möglichkeit, mehrere LLMs und Bildgeneratoren wie StableDiffusion zu integrieren Nutzerverwaltung, Verwendung mehrerer GPTs, Presets,... Volle Kontrolle und Datensicherheit durch lokal installierte LLMs Schritt 1: Linux-Umgebung einrichten in Windows Ja, das geht! Mit WSL ist es möglich, Linux in Windows laufen zu lassen - wie 1337 ist das denn?! Einfach in der PowerShell eingeben: wsl --install und schon geht es los. Schritt 2: Ollama installieren Ollama ist ein Tool, das die Verwaltung und Ausführung v...

KI-Alltag - LLMs lokal hosten und nutzen

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In weniger als 30 Minuten zum eigenen GPT: Lokales LLM mit Web-Interface Willkommen zurück! Seit Llama3.1 verfügbar ist, habe ich erst verstanden, dass man viele LLMs legal und kostenlos herunter laden kann. Was mich lange abgeschreckt hat, war, dass man sich mit GitHub, HugginFace auskennen und auch programmieren können muss um LLMs nutzbar zu machen. Bis ich ein Tool fand, dass das deutlich einfacher kann! Heute zeige ich euch, wie ihr in wenigen Schritten euer eigenes Chat-GPT-ähnliches System auf eurem lokalen Rechner einrichten könnt. Wir verwenden dafür das Llama 3.1 Modell und erstellen ein einfaches Web-Interface. Was ihr braucht: Ein leistungsfähiger Computer (am besten mit einer guten GPU) LM Studio Python-Code (erstellen wir mit Claude 3.5) HTML- und JavaScript-Code (erstellen wir mit Claude 3.5) Schritt 1: LLM-Server einrichten Ladet und installiert LM Studio von der offiziellen Website . Startet LM Studio und wählt das Llama 3.1 Modell aus. Es kann natürlich...

KI-Alltag - in weniger als 10 Minuten zum fertigen Arbeitsblatt!

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Claude macht mich fertig!😲 Ich hatte vor nicht mal einer halben Stunde eine Idee für ein Arbeitsblatt für meine Schüler. Sie sollen sich mit Spektrographie beschäftigen und die Fraunhofer-Linien den richtigen Elementen zuordnen. Normalerweise ein Projekt für einen gemütlichen Sonntagnachmittag, oder? Das Problem, ich brauche die Arbeitsblätter morgen! Also Artifacts in Claude aktiviert und ihn/sie/es ran gelassen. Und boom! In der Zeit, in der ich sonst gerade mal meinen Kaffee aufgebrüht hätte, war das Ding fertig. Kein Witz! - es waren nicht mal 10 Minuten. Sonnenspektrum? Check. Element-Spektren? Check. Fraunhofer-Linien? No check. Aber gut, ein weiterer Prompt hat auch das korrigiert. Am Ende hatte ich ein mega-cooles SVG-Diagramm mit acht Sternen von Beteigeuze bis Proxima Centauri und neun Elementen. Alles schön bunt und übersichtlich. Die Kids werden's lieben! Klar, perfekt ist die KI nicht. Als ich nach einem PNG fragte, musste sie passen. Aber hey, für ein paar Minuten Ar...

KI-Alltag - Claude Claude Claude

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 Long time no hear... Ja, das normale Leben hat mich gepackt, daher weniger Zeit zum Bloggen.  Was mich auch gepackt hat: Claude 3.5 Sonnet! So viel haut Anthropic gerade raus, es ist nicht mehr normal, nicht nur an Funktionen sondern auch im User Interface. Ich muss das alles erstmal verarbeiten und testen. Ein feines Feature sind natürlich die Artefakte. Ich habe diese verwendet um aus drögen wissenschaftlichen Publikationen spannende, interaktive (!) Visualisierungen zu erstellen. So erstellt Claude mit React aus dem Aufsatz von Albert Einstein zur Relativitätstheorie von 1907 ein interaktives Poster ( Link ). Animierte Grafik in React. Claude 3.5Sonnet Hier ist der Prompt dazu, natürlich auch mit Claude so generalisiert, dass er für jede Art von Aufsatz oder PDF verwendet werden kann: Erstelle ein interaktives Poster aus [Titel des wissenschaftlichen Werks] von [Autor(en)] aus dem Jahr [Erscheinungsjahr] bzw. dem angehängten PDF/Link. Die Ausgabe soll folgende Elemente ent...

Kommentar - Less German Angst, more German Avantgarde!

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Aleph Alpha vor dem Aus? "Deutschland hinkt in der KI-Entwicklung hinterher!" – so oder so ähnlich tönen die Schlagzeilen, seit bekannt wurde, dass Aleph Alpha, unser KI-Hoffnungsträger, vor Problemen steht ( Quelle ): Technologische Rückstände, mangelnde Nachfrage, finanzielle Herausforderungen, langsame Fortschritte... Weil Aleph Alpha zu kämpfen hat, steht es gleich um den ganzen Standort Deutschland schlecht in Sachen KI - das war ja unser einziges Einhorn, oder? Oder? German Angst und das ewige Schlechtreden Kaum zeichnet sich eine technologische Revolution ab, verfällt Deutschland in kollektives Jammern. "Wir sind zu langsam, zu bürokratisch, zu risikoscheu!" schallt es aus allen Ecken. Die berüchtigte "German Angst". Experten warnen, Politiker geloben Besserung, und am Ende bleibt das Gefühl: Wir haben den Anschluss verloren. Erstellt mit CoPilot Ein zweiter Blick Lasst uns einen genaueren Blick auf die deutsche KI-Szene werfen. Denn abseits der Sch...